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Abstraktionsstufe. Sie beschreiben eine Geschichte durch direkte, stückchenweiße
Bewegung ihrer Charaktere. Dabei liegt es am Zeichner durch eine Bewegung ein gewisses
Gefühl zu übermitteln. Er kann nicht einfach sagen: Bewege dich glücklich!
Deshalb
greifen
heute
immer
mehr
Filmproduktionen
auf
die
Möglichkeiten
Computergestützter Animation zurück. Dabei ist es wesentlich günstiger auf vorgefertigte
Animationsabläufe (wie die Bewegung als Schwarm) zurückzugreifen, als von Hand jedes
einzelne Tier zu animieren. Computergraphiker sind immer bestrebt neue Bewegungsformen
zu finden. Dabei wird oft auf bekanntes zurückgegriffen, um neue und fremdartige
Bewegungen zu kreieren. Bekannte Beispiele in denen Schwärme oder Herden animiert
werden, sind z.B. Tim Burtons Batmans Rückkehr, in dem ein Schwarm Fledermäuse eine
Höhle verlassen oder Disneys Der König der Löwen.
6.3
Satelliten-Schwärme
Es gibt einige Vorteile, die das Verhalten im Schwarm mit
sich bringt, beispielsweise die Möglichkeit der Anpassung,
der Entwicklung und der Permanenz. Soweit wir überhaupt
die Architektur von Lebewesen beurteilen können, ist die
Gesamtheit immer größer als die Summe der Einzelteile.
Ausgehend von dieser Annahme konzipierten Forscher des
Air Force Research Laboratory (AFRL) das Projekt
TECHSAT 21. Ihr Vorhaben ist es eine große Anzahl
voneinander abhängige Mikro-Satelliten (jeder nur etwa 100
kg schwer) in den Orbit zu schicken, wo sie als Kollektiv die Aufgaben großer und teurer
Satelliten übernehmen sollen. Dazu zählen vor allem Air Force Satelliten, des
Verteidigungsprogramms, die gewaltige Entwicklungsgelder verschlingen, unflexibel und
störanfällig sind. Inspiriert durch das Schwarmmodell sollen diese Mikrosatelliten mit Hilfe
von Lenkdüsen innerhalb eines Satellitenschwarms flexibel navigieren und durch Austausch
von Informationen untereinander komplexe Aufgaben bewältigen können.
6.4
Kollektives Zusammenspiel
Natürlich gibt es auch negative Effekte, die eine Schwarmform aufzeigt, unter anderem die
Unvorhersagbarkeit, das Fehlen einer Zielausrichtung und die hohe Redundanz - viele müssen
dasselbe machen, um etwas zu erreichen. Solche Gebilde sind unbestimmt und
unberechenbar. Solche Systeme, deren Verhalten durch unüberschaubare Wechselwirkungen
geprägt sind, finden sich an vielen unerwarteten Stellen. So stellte sich heraus, dass auch das
menschliche Gehirn nach diesem Prinzip funktioniert. Es deuten sich erstmalig Erklärungen
dafür an, wieso an Denkvorgängen viele unterschiedliche Nervenzentren beteiligt sind und
dabei , offenbar ohne koordinierende Instanz . ein für den ganzen Organismus nützliches
Resultat erzielt wird. Das wirft die Idee der Massenintelligenz auf und weist auf die
Möglichkeit hin, ein Globales Gehirn zu Problemlösungen einzusetzen. Viele Forscher sind
der Auffassung, dass ein solches Gehirn bereits existiert - das Internet.
7
Ergebnisse
In dieser Ausarbeitung wurden Ergebnisse der Schwarmforschung anhand von den Arbeiten
zweier Wissenschaftler vorgestellt. Zum einen das Boid-Modell von Reynolds, welches mit
vogelähnlichen Individuen arbeitet. Es werden die drei Hauptverhaltensregeln erklärt, die ein
stabiles Zusammenspiel als Schwarm gewährleisten soll. Zusätzlich wird dem Modell die
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